Girls Just Wanna Have Fun With KNAUER – Ein Girls Day voller Regenbögen
Was haben Katzen und Regenbögen mit HPLC zu tun? Beim 26. bundesweiten Mädchen Zukunftstag – dem Girls Day, haben sich diese Fragen 15 Mädchen aus verschiedenen Berliner Schulen gestellt. In 5 interaktiven Stationen von Entwicklung bis Produktion haben sie diverse Ausbildungs- und Akademikerberufe bei KNAUER erkundet und dabei noch ganz andere Fragen diskutiert.

Bild 1: Eine Schülerin betrachtet das Regenbogensprektrum von weißem Licht.
Was ist ein Girls Day?
Der Mädchen-Zukunftstag ist sehr beliebt, denn an diesem Tag geht es raus aus der Schule und rein ins Leben der Erwachsenen. Mädchen können bundesweit in eher männlich dominierte Berufe reinschnuppern und so einen Eindruck bekommen, ob dieser Berufsweg etwas für sie wäre. Die Voraussetzung ist Neugierde und Offenheit fürs Unbekannte. KNAUER bietet seit 17 Jahren einen Girls Day an und ist dabei mittlerweile heiß begehrt. Die Plätze sind fast so schnell ausgebucht wie die Konzerte von Taylor Swift. Aber warum ist das so?

Bild 2: Hands on und Staunen beim Girls Day 2025 haben 13 interessierte Mädchen Pumpenköpfe zusammengebaut, gelernt was HPLC ist wie so eine Geräteentwicklung abläuft.
"Dieser Moment, wenn die Mädchen mit leuchtenden Augen feststellen, wie cool Naturwissenschaften sein können, genau dafür liebe ich den Girls Day. Das ist den Aufwand dreifach wert!“ – Dr. Kristin Folmert, Chemikerin und Produktmanagerin bei KNAUER
Warum wollen so viele Berliner Schülerinnen zum Girls Day bei KNAUER?
Bei KNAUER wissenschaftliche Geräte GmbH ist der Name Programm. Wir designen, konstruieren, entwickeln, produzieren, bewerben und verkaufen Laborgeräte zu 100% aus Berlin in die ganze Welt. Dazu kommt eine große Laborabteilung, welche die Geräte testet oder Methoden an Ihnen entwickelt. Das heißt von der Mechanikerin, Lagerlogistikerin, Mediendesignerin oder Mechatronikerin bis hin zur Softwareentwicklerin, Wissenschaftlerin oder Geschäftsführerin gibt es viele starke Frauenpersönlichkeiten bei KNAUER, die als Vorbilder für die Mädchen dienen können.

Bild 3: Die Mädchen haben gelernt was Chromatografie und HPLC sind, wofür man sie einsetzt und wie ein UV/Vis Detektor funktioniert. Anschließend haben sie selbst ein Handspektroskop gebaut und dann mit weißem Licht sowie verschiedenen Farbfiltern experimentiert.
KNAUER macht sich stark für Frauenpower
Selbst die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei Ihrem KNAUER Besuch zum Ende der Corona Pandemie erstaunt ausgesprochen, dass sie ungewöhnlich viele Frauen in allen Abteilungen bemerkt hat. KNAUER ist ein naturwissenschaftlich geprägtes High-Tech-Unternehmen und hat als solches mit 37 % eine ungewöhnlich hohe Frauenquote und das auch gerade in den Naturwissenschaftlichen- und Managementabteilungen. Das könnte an der weiblichen Geschäftsführung von Alexandra Knauer liegen, oder am geringen Gender Pay Gap von 1.84 % (2026). Laut Statistischem Bundesamt liegt der unbereinigte Gender Pay Gap in Deutschland 2025 bei 16 %.[SD3.1] Auch gehört KNAUER zu den wenigen High-Tech-Unternehmen, die auch jungen Universitätsabsolventinnen den Berufseinstieg in hoch qualifizierte Positionen ermöglicht. 44 % der Leitungspositionen bei KNAUER sind in weiblicher Hand und mehrere Leitungspersönlichkeiten arbeiten in Teilzeit. Das ermöglicht die eine gute Work-Life Balance und die Vereinbarkeit von Karriere und Familie. Diversität und Gleichberechtigung werden in allen Bereichen bei KNAUER gelebt. So gibt es zum Beispiel in Abteilungen, in denen schwere Lasten getragen werden müssen, moderne Indoor-Kräne, um Mitarbeiter*Innen zu entlasten. Die übliche Frauendiskriminierung aufgrund von Körperstärke fällt daher in diesen Bereichen weg. Für frisch gebackene Eltern gibt es statt dem üblichen Karriereknick einen Bonus und einen KNAUER Babystrampler, sowie finanzielle Unterstützung bei der Betreuung.

Bild 4: Beim Besuch in der Geräteentwicklung erzählt Naturwissenschaftlerin Thy Vu von ihrem Werdegang bei KNAUER. Sie hat bereits ihre Bachelorarbeit bei uns gemacht und dann während des Masterstudiums als studentische Hilfskraft in der Entwicklung gearbeitet. Direkt nach dem Masterabschluss hat sie nun eine Festanstellung bei KNAUER in der Entwicklung angenommen. Heute entwickelt sie den Pumpenantrieb der Zukunft und erzählt den faszinierten Mädchen, welche Edelsteine in so einer Pumpe verbaut sind (Saphire und Rubine).
Für die Mädchen beim Girls Day sind das alles noch Fragen für die Zukunft. Viele sind trotzdem überrascht, wenn sie realisieren, wie wenig Hürden es durch moderne Technik und moderne Unternehmensführung mittlerweile für Frauen gibt. Die gute Stimmung und das herzliche Miteinander im KNAUER Team, nimmt selbst den schüchternen Mädchen die Angst Fragen zu stellen. Wir haben immer den Eindruck, dass der Girls Day ein Augenöffner für die Mädchen ist. Denn es gibt ein Leben nach der Schule und das kann spannend, divers und erfüllend sein.
Was lernen die Mädchen beim Girls Day bei KNAUER?
Mehrere Mitarbeiterinnen bei KNAUER sind Mitglieder bei den „International Women in Chromatographie“, einer Gruppe von Frauen, die sich für die Chromatografie begeistern und in der sich Frauen und non-binäre Personen vernetzen und gegenseitig unterstützen. Unsere Begeisterung für die Naturwissenschaften, Innovation und Technik merkt uns bei KNAUER leicht jeder an und wir haben versucht, etwas davon an die Mädchen weiterzugeben. Sie haben an diesem Tag viele starke Frauen kennengelernt, die für ihren Beruf brennen. Eine davon war Studentin am Ende ihres Studiums, sie haben Mütter getroffen, die im Produktmanagement oder in wissenschaftlichen Positionen arbeiten und eine Entwicklerin, die bereits in ihrem Studium bei KNAUER als studentische Hilfskraft gearbeitet hat und nun die Pumpen der Zukunft bei KNAUER entwickelt. Zudem gab es einen regen Austausch mit der Geschäftsführerin Alexandra Knauer, die ihrerseits viele Fragen an die Mädchen hatte. Wir haben den Mädchen Mut gemacht, an sich und ihren Weg zu glauben. Wenn man begeistert und motiviert ist, kann man es als junge Frau in Deutschland in jede Position schaffen. Networking und proaktives Herangehen an Herausforderungen, spielen dabei eine wichtige Rolle.

Bild 5: Konzentriert und mit viel Fingerspitzengefühl bastelt ein Mädchen an ihrem Spektrskop. Keines der Mädchen guckt zwischendurch aufs Handy, alle sind höflich und viele trauen sich offen Fragen zu stellen. Wir freuen uns sehr auf diese Generation intelligenter junger Nachwuchstalente.
Was haben die Mädchen über HPLC gelernt?
Die Mädchen haben das Grundprinzip der HPLC kennengelernt. Dafür haben wir ein lautstarkes Experiment mit leichten und schweren Kugeln in einer menschengroßen Glassäule durchgeführt. Gleich zweimal, denn es hat für viel Freude gesorgt. Danach ging es um den Aufbau einer HPLC-Anlage. Haben Sie schonmal darüber nachgedacht, dass die Teile einer HPLC quasi menschlichen Organen entsprechen? Die Pumpe pumpt wie das Herz mit leisem Poch Poch Poch, die Moleküle werden in der Säule getrennt wie die Nährstoffe in unserem Darm und der Detektor verarbeitet Licht, ganz ähnlich wie unsere Augen.

Bild 6: Das HPLC mit seinen verschiedenen Modulen, betrachtet als Organe eines Menschen.
Anschließend wurde ein Handspektroskop gebastelt, dafür waren genaues Lesen und Fingerfertigkeit gefragt. Beim Aufkleben der empfindlichen Linse haben sich die Mädchen gegenseitig geholfen. Schnell war gemeinsam der beste Weg gefunden. Genau so läuft das auch bei einer „echten Projektentwicklung“: Man arbeitet im Team, optimiert die Arbeitsanweisungen immer wieder und alle weiteren Schritte profitieren davon. Das war einer dieser Aha-Momente, für die der Girls Day gedacht ist. Richtig spannend wurde es, als wir dann mit unserem fertigen Spektroskop ins Licht geguckt haben. Man sieht einen bunten Regenboden und sogar Spektrallinien vor einer Wellenlängenskala. Wenn man jetzt einen Farbfilter zwischen die Lichtquelle und das Spektroskop hält, verändert sich das Spektrum. Im Vortrag vorher hatten sie gelernt was Licht und Absorption aus physikalischer Sicht sind, welches Licht man sehen kann und wie aus einem Spektrum ein Peak in der HPLC wird.

Bild 7: Ein 10-jähriges Mädchen betrachtet fasziniert ihren Regenbogen und stellt fest, dass man zwar alle Farben sehen kann, aber einige sind heller, andere Bereiche ziemlich dunkel. Ist der Scheinwerfer etwa nicht reinweiß oder absorbiert mein Spektroskop Licht? Solche schlauen Fragen entstehen, wenn man Mädchen ermutigt etwas selbst zu erforschen.
Besuch in der Entwicklung, der Produktion und in der mechanischen Fertigung
Während die Mädchen noch stolz ihre selbstgebauten Spektroskope vergleichen, laufen wir in die große Produktionshalle. Hier ist es sehr laut, das Stampfen der Maschinen und die Fräsgeräusche der vielen modernen CNC-Maschinen lassen die Gespräche erstmal verstummen. Ehrfürchtig schauen die Mädchen den Greif-Robotern bei der Arbeit zu.
“„Das ist ja Science-Fiction!“ – Mariko Stahr, Schülerin zu Besuch beim Girls Day
Sie sehen, wie Teile eines Pumpenkopfs vor ihren Augen entstehen. Das ist Made in Germany – live und laut. Mit diesen Eindrücken gehen wir in die Entwicklung. Hier hängen überall Kabel und kompliziert aussehende Skizzen sind auf den Bildschirmen zu sehen. Die junge Entwicklerin Thy Vu erklärt den Mädchen wie sie das optimale Drehmoment für einen Pumpenmotor erforscht. Außerdem dürfen die Mädchen verschiedene Materialien einer Pumpe in die Hand nehmen. Dass da echte Edelsteine in einer HPLC-Pumpe verbaut sind, ist ein besonders spannender Fakt. „Wozu macht man das?“ fragt eine der jüngeren Mädchen und so entsteht ein interessantes Gespräch über Kristallstrukturen und warum man als Entwicklerin auch ein bisschen Ahnung von Chemie haben sollte. Dann wird gemeinsam überlegt, wieviel so eine Pumpe kosten könnte.

Bild 8: Thomas Müller erklärt den Mädchen wie die CNC-Maschinen aus einem Metallblock das Gehäuse für einen Pumpenkopf fräsen und warum Präzision dabei entscheidend ist. Links ist einer der Roboterarme zu sehen, die auch nachts weiterarbeiten, so dass sich die Mitarbeiter*Innen nur noch tagsüber und auf die anspruchsvolleren Aufgaben konzentrieren können.
Als letzte Station gehen wir in die Gerätemontage. Hier darf jedes Mädchen selbst einen Pumpenkopf zusammenschrauben. Das ist nun doch ganz schön knifflig, denn man muss beide Hände gleichzeitig koordinieren. Dank der liebevollen Unterstützung unseres Ausbildungsleiters Ronald Berger schaffen es alle und halten am Ende stolz ihren schweren Pumpenkopf in der Hand. Natürlich wird auch fachkundig geprüft, ob sich die Kolben bewegen lassen.

Bild 9: Ein Mädchen verschraubt die Kugelventile im Pumpenkopf. Mit einem Drehmomentschlüssel wird danach alles festgezogen.
Mit vielen neuen Eindrücken im Kopf gehen wir zur Mittagspause. Es gibt Pizza und die Geschäftsführerin Alexandra Knauer kommt wieder dazu und stellt sich den Fragen der Mädchen. Der Girls Day ist für sie eine Herzensangelegenheit. Seit sie Geschäftsführerin im Unternehmen ihrer Eltern geworden ist, engagiert sich Alexandra Knauer dafür, Frauen sichtbarer zu machen und für MINT-Berufe zu begeistern. Abschließend werden die Zertifikate und I Love HPLC Beutel, gefüllt mit kleinen Geschenken, verteilt. Beim Abschied laden wir alle Mädchen ein, sich später bei uns zu bewerben, wenn dann der Start ins Berufsleben ansteht. 14 lächelnde Mädchen verlassen das Gelände und winken zum Abschied.
Und was haben jetzt Katzen und Regenbögen mit HPLC zutun?
Wird weißes Licht durch ein Prisma gebeugt, wie in unserem Handspektroskop, sieht man einen schönen Regenbogen. Wird ein Teil des Lichtes absorbiert, erscheint nur ein Teil des Regenbogens. Denn Absorption ist das Verschlucken von Licht. Man sieht nur, was übrigbleibt und das kann einem viel über ein Molekül oder eben eine Katze verraten, wenn sie sich direkt in den Lichtstrahl setzt und fast alles Licht verschluckt. Genauso erkennt man im Bild 10, dass in der Abendsonne besonders viel blaues Licht durch die Teilchen in der Luft absorbiert wurde. Trifft das Sonnenlicht in einem spitzen Winkel auf die Erde, muss das Licht einen besonders langen Weg bis zum Auge zurücklegen. Dabei wird mehr kurzwelliges blaues Licht absorbiert von den Erdatmosphärteilchen. Übrig bleibt die langwellige Abendröte.
![Figure 10: The cat actually absorbs all the light, but its outline still lets us know that there’s a fluffy cat sitting there. In HPLC, a[SD5.1] molecule’s light absorption also tells us a great deal about its identity. Figure 10: The cat actually absorbs all the light, but its outline still lets us know that there’s a fluffy cat sitting there. In HPLC, a[SD5.1] molecule’s light absorption also tells us a great deal about its identity.](/web/image/273603-2cf30374/Cat.webp?access_token=7bfa0a63-fc81-4f21-937d-236639e00f7f)
Bild 10: Absorption ist das „Verschlucken von Licht“. Eigentlich verschluckt die Katze das ganze Licht, aber durch ihrem Umriss wissen wir trotzdem, dass da eine flauschige Katze sitzt. Die Lichtabsorption eines Moleküls verrät uns auch in der HPLC sehr viel über seine Identität.
Hier finden Sie mehr Informationen über unsere KNAUER Systeme: https://www.knauer.net/de
Für weitere Informationen zu diesem Thema kontaktieren Sie bitte unsere Autorin und Girls Day Verantwortliche Dr. Kristin Folmert: folmert@knauer.net