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Elektrochemische Detektion in der HPLC

Die elektrochemische Detektion (ECD) für HPLC oder UHPLC ist eine äußerst selektive und empfindliche Technik, die in einer Reihe von Analysen in der Lebensmittelindustrie und darüber hinaus angewendet wird. In Verbindung mit ausgefeilter Elektronik hat die ECD einen enormen linearen Dynamikbereich von mehr als 6 Größenordnungen. Dies bedeutet, dass Konzentrationen von nur 50 pmol/l bis zu 100 µmol/l oder höher gemessen werden können.

Detektionsprinzip

Bei der amperometrischen elektrochemischen Detektion wird der elektrische Strom gemessen, der aus Oxidations- oder Reduktionsreaktionen resultiert. Eine Probe wird in die HPLC eingebracht und auf der Chromatografiesäule aufgetrennt. Die Säule ist mit einer ECD-Zelle verbunden, einem kleinen elektrochemischen Reaktor, in dem eine Reaktion an einer Elektrode stattfindet. Eluierende elektrochemisch aktive Substanzen reagieren an der Elektrode, Elektronen werden übertragen. Der resultierende Elektrolysestrom wird gemessen. Um die Amperometrie für die Chromatografie nutzbar zu machen, wird die normalerweise als Einzelmessung angewendete Bestimmung (Messung, Reinigung, Regeneration) kontinuierlich in schnellen Zyklen im Durchfluss durchgeführt, die sogenannte "pulsed amperometric detection" (PAD).

Vorteile der elektrochemischen Detektion in Lebensmittelanwendungen

Im Vergleich zu HPLC-Methoden mit UV- oder RI-Detektoren sind Anwendungen mit elektrochemischem Nachweis wesentlich empfindlicher.

  • Zeit sparen: Messung niedriger Analytkonzentrationen ohne Vorkonzentration der Proben
  • Probe sparen: Sehr geringes Probenvolumen erforderlich
  • Geld sparen: Beseitigung von Matrixstörungen durch selektiven Nachweis redox-aktiver Analyten ohne aufwändige Probenvorbereitung

Applikationen mit Elektrochemischer Detektion

Hochleistungs-Anionenaustausch-Chromatografie (HPAEC) System

Hochempfindliches Analysensystem mit elektrochemischem Detektor

Dieses HPLC-System wurde speziell für die Analyse von Zuckern entwickelt und verfügt über einen empfindlichen gepulsten amperometrischen Detektor (PAD).

Kohlenhydrate oder auch der Nachweis ihrer Abwesenheit sind wichtig für die Herstellung vieler Lebensmittel, Pharmazeutika oder Biomaterialien wie beispielsweise Biokraftstoffen. Dieses System wurde speziell zur Trennung und Analyse von Kohlenhydraten entwickelt. Der elektrochemische Detektor AZURA ECD 2.1 ist Herzstück dieses Systems. Dieser Detektor ermöglicht aufgrund seiner außergewöhnlichen Empfindlichkeit den Nachweis kleinster Kohlenhydratmengen und ist mit einem integrierten Säulenthermostat ausgestattet.

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